Lieblingsspeise:
Prinz in Senf-Sauce Theater ,,Wilde Hummel" trat in der Uniklinik auf
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| Was findet Prinzessin Elisabeth nur an dem Hochnäsigen Prinzen Siggi? |
Münster ,,Prinzessin ohne Erbse" lautete der Titel eines Theaterstückes für Kinder, zu dem die Kulturimpulse am Dienstagnachmittag in die Uniklinik einluden. Das Stück mit den Zutaten eines konventionelen Märchens verwinkeltes Schloss, Traum- hochzeit von Prinz und Prinzessin, böser Drache , verließ nach einer kurzen Einleitung die ausgetretenen Pfade und stellte sämtliche Rollenklischees unterhaltsam auf den Kopf. Silke Geyer vom Theater ,,Wilde Hummel" sang, schau- spielerte, spielte mit zwei Handpuppen, lieh ihnen ihre Stimme und wechselte dabei |
in geradezu halsbrecherischem Tempo die Rollen. Am Vorabend der Hochzeit des etwas hochnäsigen Prin- zen Siggi, der sich vor allem für sich selbst interessiert, und der abenteuerlusigen Prinzes- sin Elisabeth passiert etwas Unvorhergesehenes. Ein Dra- che (Lieblingsspeise: Prinz in Senfsoße) nähert sich dem Schloss, haut die gesamte Inneneinrichtung kurz und klein und schnappt sich den verdutzten Prinzen für den Kochtopf. Mit Karate und Hypnose versucht Prinzessin Elisabeth, den hilflosen Bräutigam zu befreien. Als die hoffnungs- volle Drachenbekämpferin mit |
einem ganz anderen Mitteln Erfolg hat, und mit ihrem liebenswerten Charme den Drachen einlullt, gibt der arrogante Prinz allerdings der Verlobten den Laufpass und sucht das Weite. Es geht auch ohne Siggi: Prinzessin Elisabeth freundet sich mit dem Drachen und dessen Verwandten in Feuer-land an. Die sind zum Glück Vegetarier. Die Kinder im Publikum hatten es ja gleich geahnt: Der Drache ist eigentlich ganz sympathisch. Nach dem Theaterstück durften die begeisterten Kinder alle Hand-puppen von Nahem sehen und sich mit dem Drachen unterhalten. - bhe- |
Prinzessin fährt lieber mit dem Drachen um die Welt
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Statt den bösen Drachen zu hassen und den Prinzen Siggi zu heiraten,ent- schied sich Prinzessin Elisabeth, mit dem feuerspeienden Tier um die Welt zu reisen. (WR-Bild: Fleischhauer) |
Dortmund. (mh) Figurentheater Wilde Hummel gastiert im Balou . Eine schöne Prinzessin, ein kleiner, ängstlicher Prinz und ein häßlicher, grüner Drache - eine klassische Besetzung für ein Kindertheater. Meistens rettet der Prinz die Prinzessin aus den Klauen des bösen Drachen, der dabei im ritterlichen Kampf besiegt wird. Dann heiraten Prinz und Prinzessin und es gibt ein Happy-End. Doch ganz anders verlief das Märchen im Balou. Ein Happy-End gab es zwar auch bei der ,,Prinzessin ohne Erbse" des Theaters Wilde Hummel, aber bis dahin erlebten die Figuren nicht die übliche Story der Prinzessinenmärchen. Sehr zum Vergnügen der Kinder war Prinzessin Elisabeth gar nicht mit ihrer Rolle einverstanden, immer brav zu sein, nicht in der Nase zu popeln und ständig gerade zu gehen.- Siegfried, ihr Prinz ist auch kein ,,Traummann". Er ist klein, ängstlich und etwas überdreht. Die Abenteuer, die Elisabeth mit ihm erleben will, erscheinen ihm viel zu gefährlich. Aber die Welt ist in Ordnung für die beiden, zumindest solange, bis ein rauch-ausstoßender, grüner Drache auftaucht und den Prinzen entführt. Nun steht Elisabeth alleine da. Wie soll sie ihren Siggi befreien? |
Daß sie nicht ritterlich mit dem Drachen kämpfen wird, ist klar. Also will sie ihn hypnotisieren. Der Haken an der Sache ist nur, daß sie dabei immer selber einschläft. Außerdem hat sie so viel Angst vor dem Ungeheuer, daß sie ihm nicht ins Auge blicken kann. Das einzige, was sie zustande bringt, ist, dem grünen Vieh zu schmeicheln. Natürlich helfen die Kinder der armen Elisabeth kräftig dabei, Kosewörter für das Tier zu finden; ,,Armleuchter" war dabei noch das harmloseste, was dem vergnügten Publikum einfiel. So viel Zuneigung macht müde, kein Wunder, daß das Tier einschläft. Jetzt befreit die Prinzessin ihren Siggi. Doch der ärgert sie so sehr, daß sie ihn zurück in die Höhle des Drachen stößt. Statt ihren Prinzen zu heiraten, beschließt die abenteuerlustige Elisabeth dann, mit dem Drachen um die Welt zu reisen, und seine Verwandten in Feuerland zu besuchen. Ein Ende, daß die kleinen Zuschauer zu wahren Begeisterungsstürmen hinriß. Manch eines der Kinder wollte den ,,niedlichen" grünen Drachen sogar am liebsten mit nach Hause nehmen. Dieser Wunsch ließ sich nicht erfüllen, aber streicheln konnten die Kleinen die Figuren, denn die Akteurin zeigte den Kindern anschließend, wie sie die Figuren zum Leben erweckt.
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