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Mainzer Zeitung RHEIN MAIN PRESSE Dienstag, 7.August 2001 |
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Erdbeereis mit Würmern "Die Grille und der Maulwurf" Kindertheater im KUZ |
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Große Kinderaugen warteten im ausverkauften Saal des Kulturzentrums (KUZ) voll Spannung auf den Beginn der Vorstellung: "Die Grille und der Maulwurf" heißt die Janosch-Geschichte, die im Rahmen von "Kids im KUZ" präsentiert wurde. Silke Geyer und Stefan Büddemann vom Theater ,,Wilde Hummel" aus Bochum inszenierten das Stück mit märchenhaften Bildern und musikalischer Begleitung. von Isabell Steinbach Als "Waldtrollin Alma" verkleidet zauberte Silke Geyer aus ihrer Holzkiste die bekannten Waldtiere hervor. So erblickte die Grille mit ihrer Geige schnell das Tageslicht und fing auch gleich zu spielen an. Obwohl die meisten Kinder die Janosch-Geschichte bereits kannten, verfolgten sie den Streit um die Grillen-Musik doch mit Spannung. Ilse, die Maus, immer beschäftigt und mit fünf Mäusekindern ausgelastet, fand das Gefidel nämlich ebenso nervig wie der blaue Riesenmistkäfer. Den Maulwurf ,,Alfons", einen gelassenen Gesellen, erkannten alle Kinder sofort und wussten auch, dass er sich zur Musik der Grille grazil bewegen kann. Beim ,,Erdbeersommerfest" stellte Alfons seine Tanzkünste entsprechend zur Schau und bot mit der Grille ein drolliges Bild. Die Kinder waren sich allerdings sicher, dass ein ,,Erdbeereis mit Regenwurmern und Sahne" auch einem Maulwurf nicht gut schmecken kann: ,,Das geht doch gar nicht!" Auch das Ende der Geschichte war den meisten der kleinen Zuschauer schon bekannt: Natürlich darf die Grille im Winter beim Maulwurf wohnen, nachdem die miesepetrige Ilse und der geizige Mistkäfer ihr die Tür verwiesen haften. Nachdem sich die Grille, der Maulwurf, Ilse und der Mistkäfer verbeugt hatten, mussten die kleinen Zuschauer aber noch nicht gleich nach Hause. Wer wollte, konnte sich Alma und die Tiere aus der Nähe betrachten. Das lies sich auch kein Kind entgehen: Wann hat man schon die Möglichkeit, Alfons und seine Freunde aus dem Kinderbuch von Janosch persönlich zu treffen? |
"Wilde Hummel" begeisterte seine Besucher im balou
Mäusebabys waren der Hit
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Dortmund (Akk) Gleich eine zweite Vorstellung im balou wurde dem Stück "Die Grille und der Maulwurf" eingeräumt. Erwachsene wie Kinder waren von der Darbietung des Figurentheaters "Wilde Hummel" gleichermaßen begeistert. Schon 2000 war das Figurentheater zu Gast im balou und faszinierte seine Gäste. Nun zeigte die Waldtrollin Alma ihrem Publikum die Welt der Grille Marie, die in dem Stück von Janosch die Hauptrolle spielt. Von Frühjahr bis Herbst spielt diese auf ihrer Fiedel und kümmert sich um nichts anderes als um ihre Musik. So steht sie, als der Winter hereinbricht, ohne Nest und Nahrung da. Bei ihren Nachbarn, der Maus Ilse und dem gierigen Mistkäfer, findet sie keinen Unterschlupf. Erst der unscheinbare Maulwurf bietet ihr ein Quartier an und die Grille Marie erlebt mit ihm die gemütlichste Zeit ihres Lebens. Die Vorstellung war liebevoll gestaltet: Requisiten in Lebensgröße ließen die Kinder in die Welt der Grille und des Maulwurfs versinken. Der grob hölzerne Karren von Alma, in dem die Grille, der Maulwurf, die Maus und der Mistkäfer wohnten, war der zentrale Punkt der Handlung. Im Hintergrund war das Gefiedel der Grille Marie zu hören. Es verlieh dem ganzen Stück eine geheimnisvolle Stimmung. Sofort schlossen die Kinder die Tiere in ihr Herz. Die Figuren trafen den Nerv der Jungen und Mädchen und selbst die Erwachsener verfolgten gespannt die Handlung. Besonders faszinierten die Kleinen die Mäusebabys der Maus Ilse: Jedes Kind wollte sie bestaunen und anfassen, kaum oft genug konnte Waldtrollin Alma sie herumzeigen. Ein weiterer toller Aspekt an dem Stück war die Naturbezogenheit. Den Kindern wurde spielerisch der Lebenszyklus der Waldtiere innerhalb eines Jahres vermittelt: wann sie aus dem Winterschlaf erwachen, wann sie Nahrung sammeln, wann sie ein Nest für die Jungen bauen.
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