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"Tiermärchen aus aller Welt“ |
Der Zauberstaub von FudugaziVon unserer Mitarbeiterin Sigrid Ladwig
Lässt sich der geheimnisvolle Zauber der großen afrikanischen Tierwelt auf eine kleine Bühne holen? Die Zuschauer, die am Donnerstag in die Reblaus gekommen waren, haben es tatsächlich erlebt: Mit „Tiermärchen aus aller Welt“ entführte das Bochumer Kindertheater „Wilde Hummel“ nach Afrika und in andere faszinierende Gegenden des Erdballs. Figurenspielerin Silke Geyer erzeugt mit erstaunlicher Ausdrucksvielfalt eine stimmungsvolle Atmosphäre. Die beiden Geschichten „Wie das Rhinozeros zu seiner runzeligen Haut kam“ und „Wie der Wal zu seinem Gitter im Schlund kam“ inszeniert sie nach Erzählungen des Dschungelbuchautors Rudyard Kipling. Dabei bewahrt sie die melodische Sprache der Textvorlage, ohne die jungen Zuschauer mit zuviel Erzähltem zu überladen. Geschickt verknüpft sie ihre Kommentare mit eigener Körpersprache und ausdrucksvoller Lautmalerei – etwa mit dem uns unverständlichen Sprechen des kleinen „Parsen“ oder dem Brummen und Prusten des fressgierigen Rhinozeros. Von der persischen Wüste geht es hinaus auf den Ozean: Im Märchen vom Wal glaubt sich der Zuschauer im tiefsten Wasser wieder zu finden, so echt wirken das Meeresrauschen und das Blubbern des ebenfalls gefräßigen Meeressäugers. Die ansprechenden Tierfiguren gestaltet Silke Geyer selbst. Durch feine, übereinander gelegte Papierschichten verleiht sie ihnen eine geheimnisvoll schimmernde Oberfläche. Das kommt besonders schön im dritten Märchen zur Geltung, in dem die afrikanische Erzählung „Wie die Tiere ihre Farben bekamen“ dargestellt wird. Der Draht der hohen Stabfiguren steckt in Sandsäcken. Dadurch lassen sie sich beweglich hin und her schwingen. Das Bühnenbild von Stefan Büddemann ist ganz in schimmerndem Blau gehalten und lässt Raum für Bilder, die das Spiel in der Vorstellung wachruft. Beispielsweise sieht der Zuschauer die in Not geratene Schildkröte Fudugazi förmlich im Baum sitzen, obwohl nichts dergleichen aufgemalt ist. Das Ziel des Theaters „Wilde Hummel“, dass Kinder sich ihre eigenen Bilder machen, wird spürbar erreicht – das junge Publikum bleibt während der gesamten Spieldauer nah am Geschehen. Dazu trägt auch der unaufdringliche aber ausdrucksstarke Einsatz von Musikinstrumenten bei: Fingerzimbeln, afrikanische Trommel und Daumenklavier unterstreichen den Rhythmus der Sprache und den Ablauf der Ereignisse. Und die gestalten sich überaus farbenfroh: All die Tiere, die zuvor stumpfbraun aussahen, erscheinen durch Fudugazis Zauber in herrlichen Farben. Nur bei der missmutigen Hyäne Heiner hat der glitzernd niederrieselnde Zauberstaub nicht viel ausrichten können. Wer dabei war, der weiß warum. (lad)
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Mittwoch, 26.
Oktober 2005 WAZ |
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Draußen die Welt steht still |
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Saisonauftakt: Figurentheater „Wilde Hummel" zeigt Tiermärchen |
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Ein
gefräßiger Wal, ein Rhinozeros ohne Manieren und
eine zaubernde afrikanische Schildkröte das sind
die drei Hauptfiguren der bezaubernden Tiermärchen
für „Menschen ab vier Jahren". Erzählt werden
die fabelhaften Geschichten im Fibo Theater in Bochum. Das Figurentheater „Wilde Hummel " eröffnet mit dem |
neuen, dreiteiligen Stück seine Winterspielzeit. „Wie der Wal zu seinem Schlund kam" und ,,Warum das Rhinozeros eine runzelige Haut bekam" sind Geschichten, die von ,,Dschungelbuch“ -Autor Rudyard Kipling stammen. Die dritte Geschichte über die Schildkröte Fudugazi gibt Antwort auf die Frage, wie all |
die
Tiere ihre bunten Fellfarben bekommen haben und
auch, warum die Hyänen dabei zu kurz gekommen sind. Wirkungsvoll
setzt die Puppenspielerin Nicht
zuletzt die intensive Bildsprache gekoppelt mit Klang, Licht and Wort ließen
die Welt draußen stillstehen. Von solch einem Theatererlebnis
auf höchsten künstlerischen
Niveau, möchte man mehr sehen, das bezeugte such der lang anhaltenden Schlussapplaus. Die Wochenendvorstel - lungen in Fibo sind für Familien konzipiert, in der Woche ist das Theater „Wilde Hummel" auch für Vorstellungen in Kindergärten oder Schulen offen. S.Sg |
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Wirkungsvoll setzt Silke Geyer Schauspielerei und Musik ein. |
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| Ruhr Nachrichten Montag, 24. Oktober 2005 |
| Wie die Schildkröte den Tieren Farbe gab |
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Tiermarchen Premiere der "Wilden Hummel" im Figurentheater-Kolleg
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Bochum Wieso hat das Rhinozeros eigentlich so eine runzelige Haut? Und woher haben die Tiere in Afrika ihre verschiedenen bunten Farben? Antworten auf diese und weitere Fragen gab das Theater Wilde Hummel am Samstag auf der Studiobühne des Figurentheater-Kollegs. Mit dem Stück "Tiermärchen aus aller Welt" wurden die kleinen and großen Besucher auf eine spannende Reise durch die ganze Welt entführt. Beginnend in Asien mit der Geschichte um das gefräßige Rhinozeros, dass seine Haut |
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zum Baden ablegt und dies später bitterlich bereut, geht es weiter nach Europa. Dort treffen die Zuschauer auf Johnny, einen englischen Jungen, der Seefahrer werden will, und den großen dicken Wal, der vom gewitzten, orangefarbenen Fisch überredet wird, den kleinen Johnny zu verschlucken. Abenteuer meistern Zum Schluss geht es über Meere und Kontinente nach Afrika, wo die weise, alte Schildkröte Fudugasi die Tiere verzaubert und ihnen ihre vielfältigen Farben schenkt: Auf einmal verwandelt sich das Fell der
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Leopardin in eine bunte Mischung aus Papaya und Banenstaude, und das Gefieder des Flamingos wechselt von braun zu pink. . Mit viel Witz entführt Silke Geyer vom Theater Wilde Hummel die kleinen Besucher auf eine Reise durch die große Welt mit ihren kleinen und großen Geheimnissen. Liebevoll eingesetzt, sind die dabei die verschiedenen Figuren, die dem Publikum auf dieser Reise begegnen und alle ihre Abenteuer mit Verstand und Kreativität meistern. SB |
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Ja woher hat denn nun das Nashorn wohl seine runzelige Haut? Foto: privat |